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Steve Aoki

 

Steve Aoki (eigentl: Steven Hiroyuki Aoki, * 30. November 1977 in Miami) ist ein US-amerikanischer Electro-House-DJ und Musikproduzent. 2014 belegte Aoki im Ranking des DJ Mags Platz 10. Zusammen mit dem belgischen DJ-Duo Dimitri Vegas & Like Mike tritt er gelegentlich als 3 Are Legend auf.

 

Leben

Steve Aoki wurde in Miami geboren und wuchs in Newport Beach, Kalifornien auf. Er ist das dritte von fünf Kindern des japanischamerikanischen Ringers Hiroaki Aoki (auch als Rocky Aoki bekannt) und Chizuru Kobayashi. Er hat noch drei jüngere Halbgeschwister, darunter das Model Devon Aoki.

Bereits in seiner Zeit an der University of California gründete er sein eigenes Plattenlabel: DIM MAK Records (nach Dim Mak, einem Begriff der chinesischen Kampfkunst). Das Label veröffentlicht seine Musik und andere Electro-House-Künstler wie MSTRKRFT oder The Bloody Beetroots, während Aoki weltweit als DJ unterwegs ist. 2006 kam die DIM MAK Collection als Modelabel hinzu. Aokis Debütalbum Pillowface and His Airplane Chronicles erschien im Januar 2008.

 

Steve Aoki remixte viele Musiker und Bands, darunter Duran Duran, Drake, Lenny Kravitz, Bloc Party, Snoop Dogg, Peaches, Kid Cudi oder Robin Thicke. Sein Remix zu Kid Cudis Song Pursuit of Happiness wurde am 13. April 2012 als iTunes-Einzeltrack zum Herunterladen freigestellt.[1] Durch starke Downloads erreichte er in Deutschland und Österreich die offiziellen Single-Charts. Support erhielt der Remix insbesondere durch seine Verwendung in dem Kinofilm Project X.

 

Im Jahr 2013 erreichte er mit dem Instrumentalstück Boneless die Charts sämtlicher Länder. Darunter die obere Charthälfte in Deutschland und Österreich. Der Track entstand in Zusammenarbeit mit Chris Lake und Tujamo. Ein paar Monate später erschien eine Vocal-Version des Liedes mit dem US-amerikanischen Rapper Kid Ink, die den Song wieder hoch in die Charts brachte und auch den Sprung in die US Hot-100 schaffte. Geschrieben wurde der Songtext gemeinsam mit dem Kanadischen Singer-Songwriter Jenson Vaughan.

 

Einen weiteren Erfolg verzeichnet ihm das Lied A Light That Never Comes, das er gemeinsam mit der Rock-Band Linkin Park produzierte. Er erreichte mit dem Stück erstmals die Top-10 der Deutschen sowie erstmals die US-amerikanischen Single-Charts. Zudem war das Lied im Kinofilm The Expendables 3 zu hören. Zeitgleich wurde ein Follow-Up angekündigt. Eine Remix-EP enthielt unter anderem Remixe von Coone, Twoloud und Vicetone. Kurz darauf erreichte Aoki den 6ten Platz bei den „ America’s-Best-DJs“-Votes des DJ Times-Magazine und Pioneer-DJ.

Aoki gehört nach der Forbes-Liste 2013 zu den bestbezahlten DJs der Welt. In Ranking des DJ Magazines erreichte Aoki 2013 den 8. Platz. In der US-Serie Arrow hatte Aoki 2013 einen Cameoauftritt.[2]

 

Im Rahmen der Winter Music Conference 2014 in Miami hatte Steve Aoki gemeinsam mit Dimitri Vegas & Like Mike am 28. März 2014 ihren ersten Auftritt unter dem Pseudonym 3 Are Legend.[3][4] Als Trio traten sie unter anderem bei Tomorrowland, Creamfields 2014 sowie bei Ultra 2015 auf. Ihren gemeinsamen Track We Are Legend nutzten sie dabei als Intro-Song. Doch auf Grund fehlender Vocals beschlossen sie ein Release vorab nicht in Erwägung zu ziehen. Stattdessen veröffentlichten sie im Mai 2016 eine Kollaboration gemeinsam mit Ummet Ozcan unter dem Titel Melody, die sich bereits vorab zu einem großen Festival-Hit entwickelte.

Im Oktober 2014 erschien sein zweites Studioalbum Neon Future I. Darauf befanden sich unter anderem Lieder mit Fall Out Boy, Will.i.am und Machine Gun Kelly. Bereits am 22. April 2014 erschien Rage the Night Away mit Wacka Flocka Flame als erste Single-Auskopplung. Free the Madness mit Machine Gun Kelly erschien im Juni 2014 und Get Me Outta Here im September 2014 als weitere Vorboten. Neon Future I konnte sich unter anderem in Österreich, der Schweiz und der USA in den Album-Charts platzieren. Bis zum Release des zweiten Parts wurden des Weiteren Born to Get Wild mit Will.i.am, Back to Earth mit Fall Out Boy, Afroki mit Afrojack und Neon Future mit Empire of the Sun als eigenständige Singe veröffentlicht.

Am 7. Januar 2015 veröffentlichte Aoki auf SoundCloud den Song Cake Face. Dieser basiert auf seinem Trend bei sämtlichen Live-Auftritten mehreren Fans Torten ins Gesicht zu werfen.

 

Am 12. Mai 2015 folgte Neon Future II. Auf diesem Album befinden sich Kollaborationen mit unter anderem Snoop Dogg, Walk off the Earth und Linkin Park. Die mittlerweile zweite Aufnahme mit der Band um Mike Shinoda erschien bereits am 14. April 2015 unter dem Titel Darker Than Blood. Obwohl das Lied ein sehr positives Feedback erhielt, konnte es nicht annähernd an den Erfolg seines Vorgängers anschließen und es blieb jegliche Chartplatzierung aus. Mit I Love It When You Cry (Moxoki) zusammen mit Moxi Raia, Lightning Strikes mit Tony Junior und Nervo, Home We’ll Go (Take My Hand) mit Walk off the Earth und Youth Dem (Turn Up) mit Snoop Dogg folgen vier weitere Single-Auskopplungen.

Im Mai 2015 wurde Aoki von einem seiner Fans verklagt, da er ihr während eines Auftritts durch einen Sprung in ein Schlauchboot, das zum Stagediven vom Publikum hochgehalten wurde, das Genick gebrochen habe. Die Frau befand sich vermutlich direkt unter dem Schlauchboot[5]

 

Am 2. Oktober 2015 veröffentlichte er zusammen mit Headhunterz das Lied Power of Now, welches ein Crossover zwischen Steve Aokis Big-Room- und Headys Hardstyle-Sound darstellt. Doch aus unbekannten Gründen blieb selbst auf Beatport, wo beide mit beinahe jeder Single in den Top-10 landen jeglicher Erfolg aus. Auch die Vocal-Version Feel, die als Soundtrack des Filmes Point Break verwendet wurde, konnte keinen großen Erfolg einbringen. Zu finden war der Song auch auf der Neon Future Special-Edition Odyssey, auf der alle Lieder beider Versionen sowie auch weitere Aufnahmen außerhalb der Alben zu enthalten sind.

Im Dezember 2015 heiratete er auf Hawaii seine langjährige Freundin Tiernan Cowling.[6]

 

Am 25. März 2016 veröffentlichte Steve Aoki das Lied Can’t Go Home, das in Zusammenarbeit mit dem deutschen Newcomer-DJ und Produzent Felix Jaehn und dem britischen Sänger Adam Lambert entstand. Das Lied basiert auf typischen Felix-Jaehn-Sounds und dem Steve-Aoki-typischen Aufbau sowie markanten Dirty-Dutch-Elementen aus dessen 2011er-Produktion No Beef.

 

 

Stil

Steve Aoki ist in der Szene des EDM (Electronic Dance Music) besonders durch seine Liveshows bekannt. Regelmäßige Aktivitäten wie spontan von ihm ausgesuchte Menschen im Publikum mit einer Torte zu bewerfen oder Champagnerduschen sind sein Markenzeichen und gehören zu jeder Liveshow. Auf seinem YouTube-Kanal lädt er regelmäßig Folgen seines Tourblogs "On The Road" hoch. Fester Bestandteil dieser Videos sind Ausschnitte aus seinen Liveshows in Clubs oder auf Festivals. Unterlegt sind sie mit neuer Musik seines Labels "Dim Mak".

Deadmau5

 

 

Deadmau5 (* 5. Januar 1981 in Niagara Falls, Ontario; bürgerlicher Name Joel Thomas Zimmerman) ist ein kanadischer Musikproduzent, der vor allem in den Stilrichtungen Progressive House und Electro House sowie Deep House aktiv ist. Er hat ein eigenes Label namens mau5trap. Er war mit der Tattoo-Künstlerin Kat Von D liiert.[2]

Markenzeichen und Logo von Deadmau5 ist der Mau5head, den er als Maske bei Konzerten trägt.

 

 

Leben und Karriere

Zimmerman arbeitete in seiner Jugend zunächst in einem Computergeschäft und bastelte mit Trackern in seiner Freizeit bereits an elektronischer Musik.[3] Ab 1998 arbeitete er als Co-Produzent bei einem Radiosender[4] und nahm mit 22 Jahren eine Stelle als Software-Entwickler in Toronto an. Er begann im Jahr 2005 unter dem Namen Deadmau5 Musik zu produzieren. 2006 veröffentlichte er seine bisher erfolgreichsten Singles Not Exactly und Faxing Berlin, die jedoch erst ein Jahr später in die DJ-Charts einsteigen konnten. So kam Not Exactly in den Jahrescharts der Deutschen Dance Charts für 2007 auf Platz 37.[5]

 

 

Auszeichnungen

2008 gewann Zimmerman gemeinsam mit Billy Newton-Davis den kanadischen Musikpreis Juno Award für den besten Dance-Track des Jahres mit dem Titel All U Ever Want. Bei den im selben Jahr erstmals ausgetragenen Beatport Music Awards, deren Preisträger von den Benutzern des bekannten Online-Musikshops für Elektronische Tanzmusik Beatport gewählt werden, war er mehrfach erfolgreich: so wurde er sowohl als bester Electro-House- als auch als bester Progressive-House-Künstler ausgezeichnet, seine Single Not Exactly gewann den Titel „Beste Single 2008“. Ebenfalls wurde er bei dieser Veranstaltung zur „einflussreichsten Person“ und zum „besten Produzenten“ der elektronischen Tanzmusik-Szene gewählt.[6] 2008 wurde er von den Lesern der bekannten DJ-Zeitschrift DJ Magazine auf Platz 11 der beliebtesten DJs gewählt und ist damit bester Neueinsteiger.[7] 2009 wählten ihn die Leser des DJ Magazine auf Platz 6, 2010 gar auf Platz 4.[8] 2009 trat Deadmau5 auf dem Open Air Floor der Nature One auf. 2010 gewann er bei der Winter Music Conference die Auszeichnung als Best American DJ. Seine Single Ghosts ’n’ Stuff wurde zudem als Best Electro Track ausgezeichnet.[9]

 

 

Künstlername

Die Idee für seinen Künstlernamen führt deadmau5 auf ein Ereignis zurück, bei dem er eine tote Maus in seinem Computer fand.

“I once smelled a bad smell in my room, and when looking into my PC I found a dead mouse skeleton in it. From that moment on, my friends called me "dead mouse". But in IRC your nickname can only be eight digits long, so I called myself "deadmau5", while the 5 means a S. And I just kept it.”

„Ich habe eines Tages wegen eines üblen Geruchs in meinen PC geschaut und fand das Skelett einer toten Maus. Von da an nannten mich meine Freunde „dead mouse“. Aber im IRC kann der Nickname nur maximal acht Zeichen lang sein, deshalb nannte ich mich dort „deadmau5“, wobei die 5 für S steht. Und dann habe ich es einfach beibehalten.[10]“

– Deadmau5

Das „mau5“ in seinem Künstlernamen bedeutet „Maus“, das S wird als 5 geschrieben (wie im Leetspeak üblich), aber wie der Buchstabe ausgesprochen. Als Logo benutzt er einen stilisierten Mauskopf.

 

 

Computerspiele

In der Erweiterung "Reaper of Souls" für das Computerspiel "Diablo 3" gibt es ein Amulett mit Namen "Halcyons Aufstieg", welches der Deadmau5-Maske ähnelt. Zudem lässt es Gegner für ein paar Sekunden herumhüpfen, wenn man eine spezielle Fertigkeit aktiviert. Außerdem gibt es zu diesem Amulett ein Zitat: "Raise your weapon, raise your weapon... and it's over", welches an seinen Song "Raise Your Weapon" anlehnt.

Zudem hat er im Computerspiel "Watch_Dogs" (2014) als Alter Ego ("Defalt" mit einem Rattenkopf) einen Auftritt als DJ und Hacker der gegnerischen Partei.

Auch in dem Computerspiel "Goat Simulator" bekommt er einen Auftritt. Auf dem Dach eines Wolkenkratzers, ist Deadmau5 als DJ mit seiner Maske vor dem Mischpult zu sehen, vor ihm eine tanzende Menge von Menschen.

In einem Spiel der Computerspielreihe "GTA" (Grand Theft Auto Chinatown Wars, Nintendo DS/PSP/iOS) gibt es einen Radiosender, der seinen Namen trägt und einen Mix von ihm in Endlosschleife abspielt.

In dem Spiel "Rocket League" gibt es den "Mau5head" als Dachaufsatz und als Antenne.

Außerdem hat er in dem Spiel "Minecraft" als einzige Person zusätzliche Ohren an seinem Skin, welche seinen Kopf zu der bekannten Maske erweitern.

Das Spiel "Dota 2" bietet seit dem 23. Juli 2015 eine gesamte musikalische Neugestaltung mit dem "deadmau5 dieback music pack" an.

Tiësto

 

Leben

Tiësto begann sich schon als Achtjähriger für die Arbeit des Disc Jockeys (DJ) zu interessieren. In seiner Jugend legte er dann als Resident DJ des kleinen Clubs Spock in Breda, wo auch sein späterer Freund und ebenfalls DJ Hardwell aufwuchs, auf. Dort wurde er von Trendscouts aus Rotterdam entdeckt.

Mitte der 1990er Jahre veröffentlichte er selbstproduzierte Tracks unter mehreren Künstlernamen und bei verschiedenen Labels. Im Jahre 1997 gründete er mit seinem Freund und Produktionspartner Arny Bink das in der Szene mittlerweile legendäre Label Black Hole Recordings.

 

Der große Durchbruch kam für Tiësto im Jahr 2000 mit dem Remix von Deleriums Silence (mit der Stimme von Sarah McLachlan), der Platz drei der Billboard-Charts erreichte. Nach einigen Mix-CDs kam 2001 sein Debütalbum In My Memory auf den Markt. Das Album war ein großer Erfolg, auch in den USA. In den niederländischen Album-Charts rückte es bis ins obere Viertel vor und erreichte Gold-Status.

2002 wurde er erstmals von den Lesern des britischen Magazins DJ Mag zum besten DJ der Welt gewählt. 2003 und 2004 verteidigt er seinen ersten Platz. Im Jahre 2003 war er mit Tiësto In Concert der erste DJ, der allein in einem Stadion (Gelredome in Arnheim, Niederlande) vor 25.000 Zuschauern Platten auflegte.

Am 13. August 2004 begleitete er bei den Olympischen Sommerspielen in Athen den Einmarsch der Athleten ins Stadion. Dies ist mit Millionen von Zuschauern in aller Welt wahrscheinlich der bis dato größte Gig eines DJs. Im selben Jahr kamen auch seine Alben Just Be 2004 und Parade of the Athletes heraus. Des Weiteren veranstaltete er Tiësto In Concert 2, wo er vor 70.000 Fans eine gewaltige Show ablieferte. Tiësto hatte 2004 über 100 Gigs, darunter auch regelmäßige Auftritte in bekannten Clubs wie dem Amnesia auf Ibiza und Gatecrasher in Sheffield.

Ebenfalls 2004 ehrte Königin Beatrix ihn wegen seiner Verdienste um die niederländische Dance-Szene mit der Verleihung des Ordens von Oranien-Nassau im Range eines Offiziers. Die Ehrung ist ähnlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes in Deutschland.

 

2005 hatte er einen Soloauftritt im Disneyland Paris und vier Konzerte in den USA (Los Angeles, Washington, D.C., Miami und New Orleans) im Rahmen der Tiësto In Concert USA-Tour. Im gleichen Jahr folgte die Tiësto CEE Tour 2005, während er Städte wie Prag, Bratislava, Zagreb, Belgrad und Budapest besuchte. 2006 war Tiësto bei der Neuauflage der Loveparade dabei.

 

Seit dem 6. April 2007 hat Tiësto eine wöchentliche Radiosendung beim niederländischen Radiosender Radio 538. In „Tiësto’s Club Life“ präsentiert er aktuelle elektronische Tanzmusik und gibt in den „15 Minutes of Fame“ Nachwuchs-DJs eine Plattform, um sich einem breiten Publikum zu präsentieren. Ursprünglich sollte die Sendung „Club Nouveau“ heißen, wurde aber aufgrund von Namensstreitigkeiten nach fünf Shows umbenannt. Eine internationale Version auf Englisch wird auch als Podcast angeboten. Im April 2011 wechselte Tiësto den Radiosender und verlegte seine Show “Club Life” zu 3FM. Diese erscheint seit längerer Zeit auch in einzelnen einstündigen Versionen auf Internetplattformen wie Soundcloud und YouTube.

Im Jahre 2008 legte Tiësto zwischen dem 7. Juli und dem 22. September im Privilege jeden Montag als neuer Resident DJ auf.[1] 2008 und 2009 wurde Tiësto bei den International Dance Music Awards (IDMA) auf der Winter Music Conference in Miami zum besten DJ der Welt gewählt.[2] Seine Einstellung zu seiner Arbeit als DJ beschreibt er mit: „Ich fühle die Energie der Menge und versuche sie zurückzugeben, um eine Gemeinschaft zu bilden.“[3]

 

2010 startete er außerdem sein eigenes Label „Musical Freedom“, nachdem er sich von seinem früheren Label „Black Hole Recordings“ getrennt hatte. Tiësto war der Meinung, dass seine Musik in eine neue Richtung geht, nämlich viel mehr in den Bereich des Progressive- und Elektro-House anstelle von Trance, die nicht mehr mit der Richtung von Black Hole Recordings übereinstimmte. Bei diesem Plattenlabel veröffentlichte er auch die Singles anderer Künstler, darunter Dzeko & Torres und MOTi.

 

Im Jahre 2010 legte er auf der Loveparade in Duisburg auf. Er galt bis zum Jahre 2015 zu den bestverdienenden DJs der Welt mit einem Jahreseinkommen von 22 Millionen Dollar.[4] 2015 übertraf Calvin Harris ihn mit einem Einkommen von 60 Millionen US-Dollar. Im Februar 2011 wurde er von dem weltweit größten DJ-Magazin MixMag zum „The Greatest DJ Of All Time“ gewählt. Viele weitere Auszeichnungen folgten. Bis heute zählen diese über 50.[2]

 

Im Sommer des Jahres 2013 gab Tiësto bekannt, dass für 2014 die Veröffentlichung eines neuen Studioalbums geplant sei. Der Musikstil bewege sich zwischen Dance-Pop und Progressive-House. Beim Tomorrowland-Festival 2013 spielte er erstmals ausgewählte Lieder des Albums. Als erste Vorab-Single wurde Red Lights im Februar 2014 veröffentlicht. Gesungen wird das Lied von Michel Zitron, dem Studiopartner von John Martin. Der Track erreichte die Charts in einer Vielzahl von Ländern. In Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden und Australien erreichte er die Top 10.[5] Des Weiteren erschienen im Internet Studioversionen einiger weiterer Lieder, die auf dem Album vorhanden sein werden. Darunter sind eine Zusammenarbeit mit Icona Pop sowie das Lied Footprints (Around the World), das von Cruickshank gesungen wird und lange als zweite Single-Auskopplung gehandelt wurde. Als zweite Auskopplung erschienen letztlich der Track Wasted zusammen mit dem Sänger Matthew Koma als Single. Am 25. April 2014 wurde dann auch das offizielle Musikvideo zu Wasted, das Erscheinungsdatum von A Town Called Paradise und die Titelliste veröffentlicht.

 

Ebenfalls im Jahre 2014 remixte er die Ballade All of Me des US-amerikanischen R&B-Sängers John Legend, die im Herbst 2013 hohe Chartplatzierungen erreichen konnte. Der Remix wurde an seinem 45. Geburtstag im Januar 2014 als Einzeltrack veröffentlicht und konnte als „Tiësto's Birthday Treatment“, den Song erneut in die Single-Charts bringen und erreichte mit dem Remix in einigen Ländern sogar die Spitze der offiziellen Hitparade. Seine Version des Lieds erhielt 2015 einen Grammy Award für die beste Remix-Aufnahme des Jahres. Weitere Nominierte waren unter anderem Audien und Robin Schulz.

Des Weiteren wurde im Winter 2014 die offizielle Tracklist des Studioalbums United We Are des ebenfalls niederländischen DJs Hardwell, mit dem er im Laufe seiner Karriere sämtliche Auftritte, darunter beim Tomorrowland, bekanntgegeben. Unter den Liedern fand sich auch das Lied Colors wieder, bei dem Tiësto und der schwedische Singer-Songwriter Andreas Moe mitwirkten. Beim Ultra Music Festival spielte der DJ eine große Auswahl neuer Lieder. Darunter war eine Neuaufnahme des Liedes L'Amour Toujours von Gigi D’Agostino, die er zusammen mit Dzeko & Torres aufnahm, die langerwartete Single The Only Way Is Up gemeinsam mit Martin Garrix sowie eine Kollaboration mit MOTi.

 

Im Laufe des Jahres 2015 erschienen über sein Plattenlabel eine Reihe an Kollaborationen. Den Anfang machte das Lied Secrets, das zusammen mit KSHMR und Vassy aufnahm. Secrets konnte in Österreich, Schweiz sowie den Niederlanden die Charts erreichen. Gemeinsam mit den Chainsmokers folgte das Lied Split (Only U), das auf dem Lied Only U von Ashanti basiert. Der Future-House Chemicals mit Don Diablo und Thomas Troelsen stellt einen Spätsommer-Hit dar. Wombass folgte im November 2015. Dieser wurde zusammen mit Oliver Heldens produziert. Eine Vocal-Version erschien zusammen mit Natalie La Rose unter dem Titel The Right Song. Zuletzt premierte er beim Ultra Music Festival einen Remix zu Faded von Alan Walker sowie eine weitere Kollaboration mit Vassy.

Tiësto gilt für viele Musiker auch als eine Art Mentor. Während ihres Aufstiegs unterstützte er insbesondere Martin Garrix, Hardwell, Dzeko & Torres und MOTi.

 

Diplo

Thomas Wesley Pentz (* 10. November 1978 in Tupelo, Mississippi) ist ein US-amerikanischer Musiker und DJ im Bereich der elektronischen Musik, des Hip-Hops sowie des Baile Funks, der unter dem Künstlernamen Diplo sein erstes Album bei Big Dada Recordings im Jahr 2004 veröffentlicht hat. Weitere Pseudonyme von ihm sind Diplodocus, Wes Gully und Wes Diplo, zudem ist er durch die Musikprojekte Major Lazer und Jack Ü bekannt.

 

Leben

Er wuchs in Florida auf und lebt derzeit in Philadelphia, wo er 2003 ein Filmstudium an der Temple University absolvierte. Erstmals einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde er als Teil des DJ-Duos „Hollertronix“, welches „Southern“ und „Eastern“ Rap-Musik in Clubs auflegte, und für humorvolle Mixtapes bekannt war.

Sein erstes Album „Florida“ setzt sich zu einem großen Teil aus Samples von Platten zusammen, auf welche er bei seiner Arbeit als DJ gestoßen ist. In einem Interview mit BBC im September 2004 bezeichnet er seinen Stil als „durchwegs Hip-Hop“, woran er jedoch „viele verschiedene Dinge ausprobiert“ („It’s really hip-hop music but I’m trying out lots of different things“). „Die Sachen auf dem Album sind diejenigen, die funktionierten. Jeder Song ist ein anderer Stil“, erzählt er weiter („The things on the record are the ones that worked. Every track is a different style.“). So wird zum Beispiel der „Diplo Rhythm“, welchen er auch als Single veröffentlichte, dem Grime zugeschrieben.

Ein weiterer Titel auf seinem Album „Florida“, der nach Eigenaussage auf Grund des psychedelischen Rocks, den rückwärts abgespielten Gitarrensounds, dem „süßen Gesang“ der Gastsängerin Martina Topley-Bird, der „boomenden 808 drum“ und der „dreckigen south stutter drum“ auch „ein bisschen von ihm selbst“ in sich trägt, ist „Into The Sun“, wie er ebenfalls im BBC-Interview von sich gibt („I’m really happy with that song. It has a bit of me in it: psychedelic rock, guitars turned all backwards, really lush music, a booming 808 drum and a dirty south stutter drum. And her vocals are so sweet on the top of it.“).

Weitere Stilrichtungen, denen Diplos Musik zugeschrieben wird, sind die Hip Hop-nahen Genres Crunk, Dirty South und Bass Music. Auch Einflüsse des Baile Funk sind in seinen Veröffentlichungen zu erkennen, von welchem er viel in seinen Brasilien-Reisen als DJ beeinflusst wurde.

Bei seinem Musiklabel Mad Decent sind verschiedene Künstler, wie Blaqstar, Bonde De Role, Boy 8-Bit, Crookers, Douster, Maluca, Paul Devro, Schlachthofbronx, South Rakkas Crew u. v. m. unter Vertrag.

2010 erschien weiterhin der 2007 in Brasilien gedrehte Dokumentarfilm „Favela On Blast“ von Wesley Pentz (Diplo) und Leandro HBL.

Sein bisher größter Chart-Erfolg ist die 2015 erschienene Single Lean On, welche er als Teil des Projekts Major Lazer mit DJ Snake produziert hat.

 

Hardwell

Hardwell (* 7. Januar 1988 in Breda; bürgerlich Robbert van de Corput) ist ein niederländischer DJ und Musikproduzent, der insbesondere in den Bereichen des Electro- und Progressive-House aktiv ist und seit 2015 ebenfalls im Hardstyle Fuß fasst. Er ist Gründer des Plattenlabels „Revealed Recordings“, mit über 40.000 Zuschauern Rekordhalter der größten DJ-Show in Deutschland sowie seit 2013 die jüngste Nummer-eins der DJ-Mag-Charts.

 

Biografie

Musikalische Anfänge

Hardwell wurde im Jahre 1988 in Breda geboren und begann sich schon früh nach Musik zu orientieren. Er begann bereits mit zwölf Jahren mit ersten eigenen Produktionen im Bereich des Electro, während er zunächst Geld als Hip-Hop-DJ verdiente. Parallel nahm er ebenfalls Klavierunterricht und erhielt eine Ausbildung an einer Musikschule. Durch seine Teilnahme an unterschiedlichen Wettbewerben machte er sich erstmals einen Namen und stellte seine Fähigkeiten unter Beweis. Eines seiner Idole war der ebenfalls aus Breda stammende DJ und Produzent Tiësto, dem der Sprung in die Dance-Szene auf ähnlichem Wege gelang.

Bereits früh wurde Tiësto auf Hardwell aufmerksam und galt als sein größter Förderer und Mentor. Er unterzeichnete einen ersten Plattenvertrag bei einem kleineren niederländischen Label, was dazu führte, dass er vermehrt größere Auftritte in bekannten Clubs hatte. Durch den Wandel des Hip-Hop immer weiter zu einer Underground-Szene, entschied sich Hardwell zu einem Genrewechsel hin zu kommerzieller elektronischer Tanzmusik. Bereits seine erste offizielle Single Play It Around aus dem Jahr 2006 wurde ein großer Hit in niederländischen Clubs. Die Single wies eine Kombination unterschiedlicher, derzeit aktuellen musikalischen Genres, als auch seines eigenen Stils auf.

 

 

 

2008–2010: musikalischer Durchbruch und „Revealed Recordings“

Durch Remixe wie Gregor Salto und Chuckies Toys Are Nuts gemeinsam mit dem ebenfalls niederländischen DJ und Produzenten R3hab sowie ein Mix zu You Don’t Love Me von Sidney Samson und Skitzofrenix erlangte Hardwell im Jahr 2008 national große Bekanntheit und konnte sich wochenlang an der Spitze der dortigen Dance-Charts festsetzen. In den beiden Folgejahren baute Hardwell diese Bekanntheit durch Gigs auf medial beachteten Ereignissen wie dem „Dancevalley Festival“ aus. Positive Kritik erhielt er auch insbesondere durch seinen Remix zu Steve Angello und Laidback Lukes Show Me Love.

Nachdem er eine große nationale Fangemeinde in den Niederlanden errichtet hatte, nahm sich Hardwell die Gründung eines eigenen Plattenlabels für elektronische Tanzmusik vor, um selbst Einfluss auf die Entwicklung der Musik nehmen zu können. Zudem wollte er durch die Label-Gründung auch internationales Renommee erlangen. Er konnte aufstrebende EDM-Künstler wie das Duo W&W sowie auch seine persönlichen Freunde Dannic und Dyro als regelmäßig wiederkehrende Produzenten für „Revealed Recordings“ gewinnen. Als Label-Besitzer nimmt Hardwell einen großen Einfluss auf die künstlerische Ausrichtung des Unternehmens und entscheidet über die Veröffentlichungen. Es erscheint seit Gründung des Labels eine jährliche Kompilation namens „Hardwell Presents Revealed“, in der er besondere Tracks seines Labels gemeinsam mit neuen eigenen Songs präsentiert. In Bezug auf das fünfjährige Bestehen wurde auf der Website des Labels eine Abstimmung online gestellt, bei der man bis zum 20. Mai 2015 die Möglichkeit hatte, für sein Lieblingstitel der letzten Jahre zu stimmen. Die besten 100 werden auf einem Sampler veröffentlicht. Die Top-3 bestehen aus Hardwells Spaceman, KSHMR und DallasKs Burn sowie Left Behinds von Paris Blohm & Taylr Renee.

 

 

 

2011–2012: Vertrag mit „Kontor Records“ & „Hardwell on Air“

Im Jahre 2011 unterzeichnete er einen Plattenvertrag mit dem deutschen Dance-Label Kontor Records, bei dem Künstler wie Blasterjaxx, Dvbbs oder Dimitri Vegas & Like Mike unter Vertrag stehen. Im März 2011 begann Hardwell wöchentlich seinen eigenen Podcast „Hardwell On Air“ zu präsentieren. Hierbei handelt es sich um eine einstündige Auswahl von Liedern verschiedener Künstler. Der Podcast entwickelte sich zu einem Internet-Erfolg und wird mittlerweile von zahlreichen renommierten Radiosendern wie Slam! in den Niederlanden sowie auf Sirius XM in den USA weltweit ausgestrahlt und binnen Stunden hunderttausende Male angeklickt.

Des Weiteren erfüllte sich im selben Jahr der Wunsch nach einer Zusammenarbeit mit Tiësto. Nach zahlreichen Studioarbeiten entstand der Track Zero 76. Ausschlaggebend für den Titel war die Telefonvorwahl „076“ ihrer Heimatstadt Breda. Zudem traten sie im Jahre 2014 auf dem Tomorrowland Festival in Belgien auf. Ihr gemeinsames Set wurde auf YouTube innerhalb kürzester Zeit mehrere Millionen Male aufgerufen. Mit der Nachfolger-Single Cobra erreichte er 2011 nach 5 Jahren erstmals wieder die niederländischen Single-Charts. Der Track wurde als Hymne für das Festival „Trance Energy 2011“ verwendet und stand auf Platz-1 der Beatport-Charts. Auch Encoded wurde ein Erfolg und wird seitdem als Introsong seines Podcasts verwendet.

2011 konnte sich Hardwell erstmals in der Wahl der Top 100 DJs von DJ Mag platzieren und stieg hinter Skrillex als zweithöchster Neueinsteiger auf Platz 24 ein.[1] Bei den International Dance Music Awards 2012 gewann er außerdem die Auszeichnung als Best Break-Through DJ. Neben ihm waren unter anderem Alesso, Ørjan Nilsen und Dada Life nominiert.[2]

Am 31. Juli 2012 erschien der Track Spaceman, der einer seiner größten Erfolge wurde. Er galt als der Club-Hit 2012 und wurde auf sämtlichen Festivals gespielt. Des Weiteren gilt er als Mutter des Big-Room-House’ Eine Vocal-Version mit Mitch Crown brachte ihm eine weitere Platzierung in seiner Heimat ein. In den folgenden Jahren erschienen etliche Remixe des Liedes sowie einem Mash-Up mit einem von Hardwell produzierten Hardstyle-Remix von Blasterjaxx und W&Ws Rocket, den er bei zahlreichen Sets als Outro-Song verwendete. Der Mash-Up erhielt sehr positive Kritik und wurde im Internet mehrere hunderttausend Male aufgerufen.

Aufgrund seines Erfolges wurden die Veranstalter wichtiger Musikfestivals auf den Niederländer aufmerksam, sodass er als Headliner zu Creamfields, dem Electric Zoo Festival, dem Electric Daisy Carnival, dem Ultra Music Festival sowie Nature One eingeladen wurde. Als einen weiteren Höhepunkt seiner Karriere bezeichnete er seinen Auftritt beim Tomorrowland 2012. Das dazugehörige Video zählt bis heute mehrere zehn Millionen Klicks. Sein Set galt unter Experten als eines der besten des Jahres. Nachdem Hardwell 2012 in der Rangliste der DJ Mag Top 100 den sechsten Platz erreicht hatte, wurde er 2013 von den Wählern des DJ Mag zum besten DJ gekürt. Diese Position hielt er in den Folgenden Jahren[3] Mit einem Alter von 25 Jahren ist er der jüngste DJ der bei der Wahl der Top 100 DJs des DJ Magazine jemals den ersten Platz erreichte.

 

 

 

2013 bis Mitte 2014: World Tour: I Am Hardwell

Die Single Apollo, die am 1. Februar 2013 veröffentlicht wurde, war ein weiterer großer Erfolg und erreichte die Charts zahlreicher Europäischer Länder, darunter in Österreich, Belgien, Frankreich und den Niederlanden. Die Sängerin des Songs ist Amba Shepherd. Kurze Zeit später erschien das Lied Never Say Goodbye, die einen ähnlichen Stil vertritt und sich zu einem weiteren Club-Hit entwickelte. Im April 2013 startete er seine erste weltweite Tour mit dem Titel „I Am Hardwell“. Parallel tourte Hardwell gemeinsam mit Dannic und Dyro für mehrere Wochen als „Hardwell Presents Revealed – Canadian Bus Tour“ durch Kanada, bevor er auf dem Ultra Music Festival die Mainstage übernahm und mit dem dazugehörigen Video sein Tomorrowland-Liveset vom Vorjahr als meistgeklicktes DJ-Set auf YouTube ablöste. Zudem ist er seitdem Rekordhalter bei den Live-Streams des Ultra Music Festivals; sein Set wurde von über 80.000 Zuschauern live verfolgt.

Ein weiteres Mal trat er im Sommer 2013 als Headliner beim Tomorrowland auf. Kurz darauf erschien die Single Jumper in Zusammenarbeit mit dem DJ-Duo W&W, der neben Martin Garrix' Animals und Dvbbs' Tsunami als einer der Clubhit des Jahres 2013 galt. Auch mit Countdown passte Hardwell seinen Stil der wachsenden Big-Room-House-Fanbase an und erreichte ein weiteres mal die niederländischen Single-Charts. Mit dem US-amerikanischen Sänger Matthew Koma, dem festen Freund der Sängerin Carly Rae Jepsen, veröffentlichte er Ende des Jahres 2013, den Track Dare You, der an den Erfolg von Apollo anschließen konnte. Eine Platzierung in den deutschen Single-Charts verpasste das Duo nur knapp.

Im Januar 2014 veröffentlichte er den Dokumentarfilm I Am Hardwell, der seine Karriere beschreibt. Für diese Dokumentation wurde er zweieinhalb Jahre von dem Filmer Robin Piree begleitet. Dabei ist sein Lebensmotto "If you can dream it, you can do it" Programm. Denn schon als 16-Jähriger hat er davon geträumt eines Tages der beste DJ der Welt zu sein.[5] Parallel erschien auch der Soundtrack zum Film, auf dem die größten Musikerfolge vorhanden sind. Tourdates waren bis Anfang 2015 geplant.[6]

Seit dem Start des Films arbeitete Hardwell an seinem ersten Studioalbum, wobei er sein Studio in seiner Heimatstadt Breda den professionellen Studios in Los Angeles vorzog, da er die heimatliche Atmosphäre zur Arbeit schätzte. Als erstes Resultat seiner Arbeit kam der Track Eclipse heraus, mit dem er seit November 2013 jedes seiner Livesets eröffnete. Unter Fans erhielt der ID-Track den inoffiziellen Titel Titan, wobei die Nachfragen zu dessen Veröffentlichung zu einem Running Gag unter Fans wurde. In einem Interview mit dem DJ Magazine versprach Hardwell die Veröffentlichung seines Albums noch 2014. Zahlreiche Tracks aus dem neuen Album führte Hardwell auf dem Ultra Music Festival 2014 sowie dem Tomorrowland-Festival vor.

2014 ergab sich nach einer ersten gemeinsamen Collab die Möglichkeit für Hardwell, gemeinsam mit Tiësto aufzutreten. Mit seinem erst während des Festivals als große Überraschung angekündigten Set „Hardwell & Tiësto b2b“ auf dem Tomorrowland 2014 spielten sie ein gemeinsames Set, welches für viele Zuschauer als Höhepunkt des Wochenendes beschrieben wurde. In der Folgezeit widmete sich Hardwell der Fertigstellung seines Albums.

 

 

Mitte 2014–2015: United We Are

Im September 2014 wurde die Veröffentlichung seines Studioalbums auf Anfang 2015 verschoben. Für die Zeit nach dem Erscheinungstermin wurde eine Welttournee angekündigt. Parallel erschien die dritte offizielle Single-Auskopplung aus dem Album. Sie trägt den Titel Young Again und enthält Vocals des britischen Sängers Chris Jones. Das Lied wurde ähnlich wie Dare You, nicht im Big-Room-Stil produziert, sondern basiert auf melodiösem Progressive House. Der Track entwickelte sich zu einem Erfolg und erreichte bereits nach einer Woche hohe Chartplatzierungen. In Deutschland verpasste die Single ein weiteres mal nur knapp einen Einstieg.

Im November 2014 stellte der Niederländer die lange erwartete Single Don't Stop The Madness mit W&W und dem US-amerikanischen Rapper Fatman Scoop, die dritte Singleauskopplung seines Albums vor. Im Dezember 2014 gab Hardwell die offizielle Tracklist sowie das Cover des Albums bekannt. Es soll Kollaborationen mit DJs wie Tiësto oder Headhunterz sowie Sängern wie Andreas Moe oder Mr. Probz enthalten. Ebenfalls erschienen erste Previews einiger Lieder, darunter auch des Tracks Follow Me, der in Zusammenarbeit mit R&B-Sänger Jason Derulo aufgenommen wurde. Zugleich kündigte er seine zweite Welttour namens „I Am Hardwell – United We Are“ an. Ende des Jahres 2014 gelang ungewollt ein Minimix des Albums ins Internet und wurde binnen Minuten viral verbreitet. Im Januar 2015 wurde das Instrumentalstück Eclipse als Download-Single veröffentlicht.[7]

Bereits vor Veröffentlichung des Albums feierte sein Podcast „Hardwell On Air“ die 200. Ausgabe, ab der in den Video-Veröffentlichungen neue Animationen eingespielt wurden. Ausgabe 201 mit dem Untertitel „United We Are“ stellte eine reine Präsentation aller Track seines Albums dar.

Am 23. Januar 2015 war es letztlich soweit. United We Are wurde weltweit veröffentlicht. Bereits eine Woche vorher erschien am 16. Januar 2015 die Single Sally. Sie stellt eine Kombination aus Rockmusik, Big-Room und Melbourne Bounce dar. Der Track wurde mit dem britischen Singer-Songwriter Harrison Shaw aufgenommen und ist der erste Song des niederländischen DJs, der in die deutschen Single-Charts einsteigen konnte. Als Dank für die massive Unterstützung seines Albums und zur Feier von zwei Millionen Followern auf Twitter lud Hardwell am 11. Februar 2015 ein Video der ersten zwei Stunden des Kick-Offs zur neuen Tour im Ziggo Dome in Amsterdam vom 24. Januar 2015 hoch. Ende April 2015 folgte die Single-Auskopplung Echo, die vom Singer-Songwriter Jonathan Mendelsohn gesungen wird. Sowohl das Trance-Angehauchte Lied, als auch das komplexe Musikvideo erhielten positive Kritik.

Auf dem „Ultra Music Festival“ 2015 präsentierte Hardwell zahlreiche weitere unveröffentlichte Songs wie Mad World mit dem Sänger Jake Reese, Survivors mit Dannic & Haris, dessen Veröffentlichung er für Juli 2015 bestätigte, Off the Hook mit Armin Van Buuren sowie zahlreiche Tracks von Künstlern, die bei seinem Label unter Vertrag standen. Außerdem folgten Auftritte auf dem „Tomorrowland Brazil“ und dem „Tomorrowland“. Gemeinsam mit DJs wie Dannic, Dyro, W&W, Kill the Buzz, Headhunterz und Newcomer Julian Calor betrieb er dort eine eigene Bühne, die nach seinem Label benannte „Revealed Stage“. Im September 2015 erfolgte ebenfalls eine Performance beim „TomorrowWorld“-Festival in den USA.

Im Juli 2015 wurde parallel mit Survivors die sechste Episode seiner Revealed-presents-Kompilation veröffentlicht, die ähnlich wie die Vorgänger großen Erfolg einholte. Zudem wurde auf dieser erstmals der W&W-Remix seines Liedes Birds Fly sowie seine kommende Single Chameleon vorgestellt. Chameleon, eine Zusammenarbeit mit dem Produzenten Wiwek folgte eine Woche später als Single. Zwei Monate später folgte die Veröffentlichung seine Armin-van-Buuren-Collab Off the Hook, die gemischte Kritiken erhielt. Zum einen wurde der Old-School-Touch gelobt, andererseits wurde das Lied auch als sehr speziell bezeichnet. Zuletzt erschien der, seit Mai 2015 erwartete Track Mad World, der vom niederländischen Sänger Jake Reese gesungen wurde. Jedoch stellte sich die Melodie des Leadsounds als Sample des Liedes Smile with Your Eyes vom Musiker Yeck Mar heraus.

 

 

Ende 2015 bis heute: Living the Dream

Während des Amsterdam Dance Events (ADE) im Oktober 2015 premierte Hardwell die mittlerweile zweite Dokumentation „I Am Hardwell - Living The Dream“, bei der Robin Piree Regie führte. Zwei Tage später, am 13. Oktober 2015 lief der Film in den Kinos an. Am 7. November 2015 stellt Hardwell im Ramen des „World Clube Domes“ in der Veltins Arena in Gelsenkirchen mit 40.000 Zuschauern den Deutschlandrekord für die größte DJ Solo Show auf. Die Tickets für dieses Konzert waren binnen 3 Tagen ausverkauft.

Ebenfalls wurde für Herbst 2015 eine Remix-Version seines Studioalbums United We Are angekündigt, dabei handelt es sich um die originale Tracklist, nur, dass alle Lieder von jeweils einem Künstler geremixt wurde. Beigesteuert wurden diese unter anderem von W&W, Vicetone oder hardstyler Frontliner. Die gesamte Tracklist wurde in Folge 244 seines Hardwell-On-Air-Podcasts vorgestellt. Veröffentlichungsdatum ist der 4. Dezember 2015. Parallel brachten er und Armin van Buuren jeweils von sich selber eine Actionfigur auf den Markt. Das Ganze sorgte überwiegend für mäßige Kritik, da zudem der Preis sehr hoch angesiedelt wurde.

Des Weiteren kam gegen Ende 2015 heraus, dass Martin Garrix einen Großteil der Lieder seines kommenden Albums bei der Gema, einer Organisation für Wahrnehmung von Urheberrecht, angemeldet habe. Darunter war auch die seit 2014 erwartete Zusammenarbeit mit Hardwell, namens MusicBox, weshalb somit eine Veröffentlichung inoffiziell angekündigt wurde. Ursprünglich sollte sie bereits als 160. Veröffentlichung seines Plattenlabels zwischen April und Mai 2015 erscheinen, wurde aber kurzfristig zurückgezogen, da der Drop des Liedes noch einmal überarbeitet werden sollte.

Im Dezember 2015 gab der Musiker bekannt, dass eine Kollaboration mit Afrojack Anfang 2016 veröffentlicht werden soll. Der Song basiert auf dem Electro-House-Stil, den die beiden Produzenten zwischen 2010 und 2013 vertraten. Parallel premierte Hardwell einen lang vorher angekündigten Track, der in Zusammenarbeit mit dem DJ Kura entstand sowie ein Instrumentalstück namens Break the House, das als seine bekanntgegebene Kollaboration mit dem Songwriter und Produzent KSHMR bekannt gegeben wurde. Letztendlich stellte sich das Lied als eine Produktion von Kill The Buzz heraus, an der auch Hardwell beteiligt sein soll. An seinem 27. Geburtstag, am 7. Januar 2016 veröffentlichte Hardwell einen Free-Track mit dem Titel Blackout, den er als eine Produktion in seinem „Old-School“-Stil bezeichnete und somit den Stil widerspiegelte, den er mit seinen Tracks Cobra oder Encoded vertrat. Blackout kam sehr gut bei den Fans an und erhielt bereits im Voraus stark positive Rückmeldungen.

Hollywood mit Afrojack erschien am 25. Januar 2016 und sprang auf direktem Wege auf Platz 1 der Beatport-Charts. Als nächste Single erschien die zweite Kollaboration mit Jake Reese Run Wild. Obwohl bereits im Sommer 2015 März 2016 als Release-Date geplant war, erfolgte die Veröffentlichung bereits am 29. Februar 2016. Im Gegensatz zu Mad World ist Run Wild sehr viel Electro-House-lastiger und driftet gleichzeitig ein wenig in den Bereich des Hardstyles ab. Nur einen Monat später, am 29. März 2016 veröffentlichte Hardwell seine Kura-Kollaboration Calavera. Diese erreichte Platz 1 der Beatport-Charts.

Beim Ultra Music Festival 2016 premierte er die, zu dem Zeitpunkt finale Version seiner lang erwarteten W&W-Kollaboration, die zwischen Zeitlich mit Vocals von Harrison ausgestattet war. Die derzeitige Version enthielt Crunk-Gesang des US-Rappers Lil Jon, doch auch diese Version wurde laut Gerüchten wieder annulliert. Zudem spielte er sein folgendes Release 8Fifty, das in Zusammenarbeit mit seinem Revealed-Kollegen Thomas Newson entstand. Jedoch wurde die Veröffentlichung sehr kritisiert, da Hardwell viele Alternativ-Projekte am Laufen hat, die laut Fans um ein weites mehr Potenzial hätten. Dazu gehören die W&W-ID, MusicBox oder Need the Most. Des Weiteren feierten eine Kollaboration mit Craig David, der live auf der Bühne erschien, die zweite Produktion mit Blasterjaxx Going Crazy und ein, als Julian-Calor-Collab gehandelter Progressive-House-Track Premiere.

Am 20. Mai 2016 erschien sein, mit Sephyx produzierter Remix zu Don’t Let Me Down von den Chainsmokers und Daya. Dieser lässt sich zweifelsohne in den Bereich des Hardstyles einordnen und ist, nach seinem Rocket-Spaceman-Mash-Up und Nothing Can Hold Us Down seine dritte Hardstyle-Veröffentlichung.

Am 24. Juni 2016 veröffentlichte Hardwell den siebte Teil seiner Hardwell-presents-Revealed-Kompilationen. Im Zuge dieser Veröffentlichung erschienen zudem die Studio-Versionen seines Solo-Hardstyle-Debüts Wake Up Call und des Titels Going Crazy, der jedoch auch hier als Mash-Up mit Apollo zuhören ist.

Bei seinem Auftritt beim Big City Beats World Club Dome gab Hardwell bekannt, dass seine letzte I Am Hardwell - United We Are Tour-Show am 27. August 2016 auf dem Hockenheimring stattfinden wird. Zusammen mit Big City Beats wird dort die größte Lichtinstallation Deutschlands vorgenommen um über dem Hockenheimring ein Dach aus Licht zu erzeugen.[8]

 

 

Musikstil

Hardwells Stil lässt sich in den Bereich der Electro-House-Musik einordnen. Zu Beginn seiner Karriere basierten seine Produktionen auf einer Mischung aus Tech-House und Dirty-Dutch. Um das Jahr 2008 herum wurden seine Lieder langsamer und teils auch kommerzieller. Parallel experimentierte er mit Elementen aus anderen Genres, dabei entstanden unter anderem Build-Ups, die dem Jahre später entstandenen Big-Room-Genre sehr ähnelten. Mit der 2009 erschienenen Single Feel So High veröffentlichte einen Tech-House-Song, der qualitativ für die damalige Zeit sehr hochwertig war und zudem ebenfalls dem, insbesondere zu dem Zeitpunkt aussterbenden, klassischen Progressive-House entsprach.[9] Zu Beginn der 2010er schloss er sich dem wachsenden EDM-Genre an und steigerte mit Singles wie Move It 2 The Drum oder Asteroid sein Talent im Bereich des Produzierens. 2011 erschienen mit Zero 76 und Encoded seine ersten erfolgreichen Singles in dem Bereich des Electro-House'. Mit Spaceman war er 2012 Mitbegründer der Big-Room-Szene und etablierte sich auch endgültig in diesem Subgenre.[10] Ein Jahr später erschienen seine Singles Apollo und Never Say Goodbye, die ihm einen Platz in dem modernen Progressive-House-Stil verschafften. Bis 2015 ließen sich seine Singles lediglich in diesen beiden Bereiche einordnen. Auf seinem Studioalbum United We Are vertrat er mit der Produktion Echo erstmals Trance- und mit Birds Fly Deep House-Klänge, für die er sehr positives Feedback erhielt. Zudem folgte mit Chameleon ein Lied im Jungle-Terror-Stil[11], mit Hollywood ein Song der nach langem wieder dem Bereich des Dirty-Dutch entsprach sowie eine bisher unveröffentlichte Produktion mit Yellow Claw aus der Sparte der Trap-Musik. Ab 2015 orientierten sich seine Synthes immer mehr an Hardstyle-Samples. Bereits seine Headhunterz-Kollaboration Nothing Can Hold Us Down ist allein auf Hardstyle basierenden Sounds entstanden. Auch seine Solo-Produktionen Run Wild und Need the Most enthalten unzählige Merkmale dieses Genres. Zuletzt präsentierte er beim „Biggest-Guestlist“-Festival in Mumbai den Song Wake Up Call, der anfangs als eine Kollaboration mit Hardstyler Atmozfears gehalten wurde, jedoch von Hardwell selber, als eine Solo-Produktion bestätigt wurde.[12]

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